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Delacroix- ein Kopist

im 19tenJahrhundert gehörte das sorgfältige Kopieren zur Studienpraxis auch bereits hoch angesehener Künstler. Anstatt es als Schmälerung der eigenen Imagination und Schaffenskraft anzusehen, unterstützte es den Prozeß der eigenen Ideen. In der Moderne ist diese Praxis wohl nach und nach verloren gegangen, zugunsten der Lobpreisung des  individuellen Stils.  Nach Francis Picabia,   der lustvoll die… Weiterlesen Delacroix- ein Kopist

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Wir Drei

Cordue, nach Manet, Le déjeuner sur l'herbe, 2016 Harald Liebig, (+ 2001) Wolkenleiter, um 2000, Aquarell Roger Molitor (+2008), o.T., 2006 Roger und Harald haben sich nicht gekannt. Mit Harry teilte ich 12 Jahre das Backstubenatelier, Roger Molitor lernte ich 2007 kennen, im Kulturhauptstadtprojekt: Luxembourg & Grande Region. Harry war ein realistischer Maler, der wie… Weiterlesen Wir Drei

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Ute : Nach- Malen, Ab- Malen, Paraphrase

In Bremen in der Neustadt wohnte ich in einem Eckhaus zwischen zwei Strassen: die Schopenhauer und die Thedinghauser. Die Wohnung im zweiten Stock war Schopenhauer, der Eingang zum Atelier Thedinghauser. Unten im Haus hatten Harry und ich unser Atelier, in einer früheren Backstube. Es gehörte sogar ein winziger Hof dazu, in dem die Friseurinnen die… Weiterlesen Ute : Nach- Malen, Ab- Malen, Paraphrase

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Jalousie jalousie

Eine kluge Frau hat mir den Titel der neuen Werkserie  geschenkt. Sie blickte auf die mittigen Streifenbilder und versuchte die ausgewählten, quasi verkürzten und verkleinerten Bildzitate der alten Meister zu erkennen.  DIe hellen Randzonen erinnerten sie an einen Einblick in ein Interieur von außen, sagte sie. Durch eine halb geöffnete Jalousie. Im französischen Wörterbuch ist… Weiterlesen Jalousie jalousie

KUNST, traum, Uncategorized

Drei Träume –

Drei Träume Im Schlaflabor werden die Phasen des Schlafes aufgezeichnet. Flache Linien wechseln sich mit unruhigen Zacken ab. Die Träume,wenn sie von uns erinnert werden, können mit ihren Armen wie monströse Medusen aus der lichtlosen Tiefsee nach unserem wachen Bewußtsein greifen. Noch am späten Vormittag gleiten geträumte Versatzfetzen durch meine Gedanken, während ich einen Weg… Weiterlesen Drei Träume –

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Fallende Blüten – vom Gehen über einen Fluss.

Hier sollte ein Foto einer Skizze platziert sein, jedoch ist sie nicht gelungen, und wie 70% der künstlerischen Produktion ver- und weggeworfen worden. Falls es doch noch etwas wird, folgt sie. Ich reise an Ostern auf eine Insel mit Mandelbäumen! Jetzt beginnt die Zeit des Draußen-Seins wieder. Im Blog aus Athen ging es um die… Weiterlesen Fallende Blüten – vom Gehen über einen Fluss.

KUNST

-macht- ausstellung

Kulturgiesserei Saarburg 14.April 11Uhr Albert Herbig "macht" Klangperformance: Martin Frink und Stephan Böhnlein Die Bildergalerie unten ist eine Erinnerung an eine Performance, die Stephan Böhnlein, ein befreundeter Musiker aus Saarbrücken, vor einigen Jahren in meiner damaligen Werkstatt, dem verlassenen Autohaus Volkmann präsentiert hat. Aus dem "Untergrund", der zuvor nur Mechatroniker gesehen hatte, stiegen Rhythmen und… Weiterlesen -macht- ausstellung

Dream, KUNST, Ljubljana

Glas und Rauch und das Verschwinden

Das letzte Jahrhundert war Glas und Rauch, hatte Diamanten und einen Kristallpalast, die Blume war eine Glühbirne. Und Joseph Beuys einer der Erneuerer und Umstürzer in der Welt der Kunst. Er und andere haben den Palast aus Glas versucht von innen her auf- und daraus auszubrechen. Die Performance als Kunstform der heutigen Gegenwart wird immer… Weiterlesen Glas und Rauch und das Verschwinden

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Silent pillow # 8

A.D. und die Höflichkeitsformeln...haben zunächst vielleicht nichts miteinander zu tun. Jedoch..wartet ab! (nur ein wenig) Im britischen Unterhaus benennen sich die Abgeordneten untereinander THE RIGTH HONORABLE GENTLEMAN /THE RIGHT HONORABLE LADY. Die Höflichkeit dort soll die Sachlichkeit befördern, nicht etwa persönlich zu werden. Man spart Zeit für das Wesentliche, weil keine psychologischen Verletzungen verdaut werden… Weiterlesen Silent pillow # 8

KUNST, Reisen

Silent pillow #7

Mannheim sei wie ein kleines Berlin, schreibt die Wahlberlinerin Wallis Bird aus Irland. "Anonym, kosmopolitsch und mit vielen Menschen aus der "working-class". "Da sind die Leute besser- und die Geschichten" So der O-Ton der Musikerin im Gespräch mit der "taz am Wochenende". Nina Kozelj und ich hatten während der "Aufbauphase " der Ausstellung unsere Schlafstätten… Weiterlesen Silent pillow #7

Verschlagwortet mit
KUNST, Uncategorized

Silent pillow / notice # 6

Blick in die Galerie "Kunstprojekte", Ausstellung :" Silent Pillow" Nina Kozelj & Cordue, Januar 2019 Das Reh ist sehr leise und ist ein idyllischer Traum von Glück, möglicherweise. Das Kissen transparent und lauter. Keine Waldesruhe also. Die Ausstellung ist eröffnet und kann besucht werden. Ein erster Rundflug mit der Kamera ginge vielleicht so : https://360.marcovedana.com/pano/kunstprojekte/index.html… Weiterlesen Silent pillow / notice # 6

KUNST, Uncategorized

Silent pillow/ notice # 5

Das Atelier ist ein ehemaliger Waschraum der Arbeiter im Glockenguß, das Gebäude von 1795, die Stadtmauer grenzt an den Werkshof, über dem sich das temporäre Atelier über eine Galerie betreten lässt. Seit heute arbeiten Nina Kozelj, die aussergewöhnliche Bildhauerin aus Slowenien und die Malerin Cordue hier, eine Woche lang. An den Exponaten für die Ausstellung… Weiterlesen Silent pillow/ notice # 5

KUNST, Uncategorized

silent pillow

Ein Knabe schält Früchte,(frei nach einem Bild von Cavaraggio) eine Frau schmiert ein Butterbrot. Eine Hausfrau gießt heißes Wasser in einen Kaffeefilter. Häusliche Idyllen lassen uns die Welt klein und überschaubar erscheinen.Zu Hause fühlt man sich sicher.  Jedoch, die Sicherheit ist trügerisch: die meisten,auch die tödlichen Unfälle ereignen sich im Haushalt : Sturz von der… Weiterlesen silent pillow

KUNST, Nord, Reisen, Uncategorized

Neue Aquarelle

  Bon Jour, Moin Moin Aus dem "echten" Norden sendet diekopistin Zeichen: Eine neue Serie von Aquarellen entsteht. Sie sind sehr aufwändig, lange Tropf- und Trocknungsprozesse auf dem Tisch im 8ten Stock der retro-charmanten temporären Wohnstätte. Der tägliche Blick auf die Ostsee, erhellend, erwünscht und erlebnisreich in all den Grau-Blau-Grün-Rosa Varianten. Möwen, die Crepes und… Weiterlesen Neue Aquarelle

KUNST, Reisen, Uncategorized

weit weg

die kopistin macht eine Pause, im "Echten" Norden. Echtheit ist ein umstrittener Begriff. Wahr aber ist es: fühlt sich nordisch an, und auch gut. Von meinem  Fenster aus sehe ich: den bewaldeten Horizont, gesäumt vonMischwald, der sich allmählich von gelb-rot nach grau-schwarz umfärbt. Drei Windräder, hintereinander gestaffelt, die sich beständig drehen. Zwei Drittel der sichtbaren… Weiterlesen weit weg

kopierkunst, KUNST, Paris, Uncategorized

Farbenrausch- das Gedächtnis

Meinen ersten Farbenrausch erlebte ich als Kind am Rande eines Weizenfeldes, das von Mohnblumen und Kornblumen umpunktet war. In unregelmäßigen Anordnungen rund um das leuchtende und doch blasse Gelb des Ährenfeldes prägten sie sich in mein Gedächtnis ein und haften dort. Der nächste Rausch war ein blasses Blau- ich nenne es bleu-,  im gemalten Kleid… Weiterlesen Farbenrausch- das Gedächtnis

kopierkunst, KUNST, Uncategorized

A. Goldschmidt und das Ab-schreiben

Georges Arthur Goldschmidt, geboren 1928 in Rheinbeck bei Hamburg, emigrierte als Elfjähriger nach Frankreich und lebt heute in Paris. Sein Buch: „Als Freud das Meer sah“ ist eine schöne nachdenkliche Studie über die deutsche und  die französische Sprache. Vor kurzem las ich seine Erzählung „ Die Befreiung“, in der er seine Jugend in den savoyischen… Weiterlesen A. Goldschmidt und das Ab-schreiben

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to copy – das Abschreiben

In der Stadtbibliothek in Trier werden wertvolle Dokumente aufbewahrt, Teil des Weltdokumentenerbes. Die ersten Bücher waren Bilderbücher mit Text, die Mönche im Skriptorium ihrers Klosters verbrachten lange Zeiten mit dem Zeichnen von Buchstaben  und Illustrationen. Ich versuche mir die Unruhe in ihren Köpfen vorstellen, wie sie langsam nach und nach sich auflöst und einer konzentrierten… Weiterlesen to copy – das Abschreiben

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Herbstgedanken zwischen Berlin und Interlaken

Heute zum Sonntag und Herbstanfang  drei Zeichnungen aus  einem meiner Skizzenbücher: zuerst ein Aquarell nach einem Gemälde von Harald Liebig, mit dem ich mir viele Jahre ein Atelier in einer früheren Backstube in der Bremer Neustadt teilte. Nach einigen Jahren des unkommentierten Nebeneinander - Arbeitens in zwei geteilten Raumhälften und ungezählten Espressi aus unserer "Küchenecke",… Weiterlesen Herbstgedanken zwischen Berlin und Interlaken

KUNST, Saarburg, Uncategorized

landscapes: krasota spacet mir

Was für eine Ausstellungseröffnung war das! Der Sekt perlte, die Reden quollen, die Kinder kinderten und ALLE, aber auch wirklich ALLE  staunten: soviel Können! Soviel Meisterschaft in Farbe! Soviel Empathie  mit der Welt, ohne großes Gezeter. Ich sage es in dieser demolierten Welt  mit Fjodor Dostojewski: Krasota spacet mir = Schönheit rettet die Welt. Wenn… Weiterlesen landscapes: krasota spacet mir

KUNST, Marx, Paris, philosophen, trier, Uncategorized

Karl und Heinrich in Paris

Jardin du Luxembourg, Paris, 2014                                         Foto:Cordue   Heinrich Heine und Karl Marx in Paris (Radierung Arno Mohr: ohne Abbildung) Da sitzen sie, wie sie so niemals wirklich gesessen haben (denn Karl ist schon betagt und Heine lag dann schon in der Matrazengruft). Jeder ein Gläschen Wein vor sich, Heinrich schaut Karl an und Karl blickt… Weiterlesen Karl und Heinrich in Paris

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KUNST, Marx, philosophen, Uncategorized

Wackelmarx und Baumelmarx

Dies ist eine Geschichte. Ein Mann, wir nennen ihn Helmut Haag, ist Kaufmann und Viezbruder und hat  ungefähr 140 Kunden. Da Karl Marx aber 200sten Geburtstag hat und der Mann manches am Marx gut und aktuell findet, lässt er unter großem Aufwand 200 Wackelmarxe herstellen.  Sie haben lange Wege bis in die Trierer, Luxemburger und… Weiterlesen Wackelmarx und Baumelmarx

KUNST, Marx, philosophen, Uncategorized

Die Neunte

  Nein, keine weiteren Ergüsse über Musik, Die Sitzung der Kopistin fand an diesem Dienstag unter extremen Bedingungen statt: es war heiß. Keine Neuigkeit, aber man sprach in den  Vorabend-Spätnachrichten von schmelzendem Asphalt (weniger schlimm) und aufbrechenden Betonscheiben auf Autobahnen( schlimmer) und ich schlief schlecht und machte mir Sorgen.  ein großes Blatt musste bezeichnet werden.… Weiterlesen Die Neunte

Kulinarisches, KUNST, Marx

Der rote Trierer vom Hofgut Serrig

Köstliche Salami gab es übrigens zum Riesling, während der "KARL MARX ICONS"- Eröffnung in Saarburg am sechsten Mai.  Zwei Monate Ausstellungsdauer jetzt also schon. Zeit, sich zu stärken und einen Ausflug in das Saarburger Umland zu unternehmen. Noch höher als Schloss Saarstein (http ://www.saarstein.de) thront oben auf dem Berge  das Hofgut Serrig, eine Einrichtung und… Weiterlesen Der rote Trierer vom Hofgut Serrig

KUNST, Marx, philosophen, Uncategorized

Relief im Garten

  Eleonor - Das Relief diekopistin will heute wie jedermann und jedefrau in die Sonne. Also in den Garten des Karl-Marx-Hauses. Sie entdeckt knapp hinter dem Haus an der Mauer ein efeu-umranktes Bronzerelief, das sie bisher übersehen hat. „Sieht man doch gleich“ lautet der trockene Kommentar des Haustechnikers. Zieht an seiner Elektrozigarette und verschwindet eine… Weiterlesen Relief im Garten

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Das Ohr auf der Gasse, das Auge an der Türklinke

Protokoll der Sitzung vom 19. Juni 2018. Das Ohr auf der Gasse, das Auge an der Türklinke Ein warmer Tag in Trier, 28 Grad bei hoher Luftfeuchtigkeit. Es ist ein sehr ruhiger Tag im Karl-Marx-Haus, was die Besucher betrifft. Ins ehemalige Wohn - und Empfangszimmer der Familie Marx, an das das Kind Karl später keine… Weiterlesen Das Ohr auf der Gasse, das Auge an der Türklinke

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marx to the moon

heute ein "Schmankerl" aus dem Bilderkasten der Ausstellung Marx-Icons in Saarburg Das Bild heißt? genau: "Marx to the moon". Ich habe ihn da aber nicht hingewünscht. Wer ist der Astronaut, der von KM höchstpersönlich empfangen wird? Die beste Antwort wird mit einer Skizze aus dem "Moon-Zyklus " belohnt. Viel Spass! es grüßt die Kopistin

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Protokoll der 2.Sitzung der Kopistin

Am Dienstag, den 22.Mai mache ich mich erneut mit Klemmbrett und Höckerchen auf den Weg ins Karl-Marx Haus in Trier. Als "Kopierobjekt" entscheide ich mich für den prominenten Sessel, in dem KM in London gesessen und nachgedacht haben soll. Es ist ein geschwungenes, ausladendes Ding mit neobarocken Füßchen, und ausgeblichenem Polsterbezug in mattgelb mit  dezent… Weiterlesen Protokoll der 2.Sitzung der Kopistin